Nr. 3

Reinhard Frischbier:
Das n-Körperproblem der Himmelsmechanik und das Körperstoßproblem im Vergleich mit den Anfangsgründen Kants zur Mechanik

ISBN-13: 978-3-929 887-24-2
ISBN-10: 3-929 887-24-X; 2000
Euro[D] 30,60

       
Vorwort (Auszug)

Vom n-Körperproblem der Himmelsmechanik und dem Stoßproblem freier verformbarer Körper wird nachgewiesen, daß beide Probleme im mathematisch strengen Sinne nur und nur auf die Weise lösbar sind, daß die Verhältnisänderungen der Körper von einseitiger Beziehung auf den Raum abgelöst und auf wechselseitige zwischen ihnen reduziert werden. Diese mathematisch notwendigen Reduktionen sind bislang unterblieben.
Hinsichtlich des himmelsmechanischen Problems gelangt man so zu einer vollständigen Auflösung des Differentialgleichungssystems, wodurch es im Sinne Dirichlets mittels stufenweiser Annäherung lösbar ist. Das ist trotz der Bemühungen hervorragender Mathematiker seit nunmehr fast 300 Jahren bis heute nicht gelungen. [...]
Es sind die Konsequenzen aus den mathematischen Auflösungen beider Probleme zum Grundsätzlichen durch Immanuel Kant in Erwägung gezogen worden. Hierin erweist er sich als scharfsinniger gegenüber allen anderen. Nur ist er darin bislang unverstanden geblieben. Nahezu 200 Jahre nach seinem Tode 1804 sollte es an der Zeit sein, ihn hierin zu rechtfertigen. Das ist der vornehmliche und eigentliche Grund der hier angestellten Betrachtungen. Es sollte das Anliegen aller an Kant Interessierten sein.
Die Ausführungen erweisen sich nicht nur hinsichtlich Kant, sondern auch bezüglich der Grundsätze der Mechanik von wesentlicher Bedeutung. [...]
In der Kommentierung Kants wird nur von solchen mathematischen Mitteln und physikalischen Vorstellungen Gebrauch gemacht, die schon zu seiner Zeit bekannt waren.

Nach Kenntnisnahme des Textes merkte Joachim-Hermann Scharf (Ehrenmitglied der Leopoldina) in einem Brief an:
„Ich war sofort gefesselt, als ich feststellte, daß hier ein leibhaftiger Theoretischer Physiker in jahrzehntelanger Arbeit sich der Mühe unterzogen hatte, Kants schwer lesbare, aber immer eindeutigen Aussagen in
"Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft" Satz für Satz in die Sprache der Mathematik zu übertragen und so den Nachweis zu führen, daß Kant nicht nur bei Newton kleine Fehler gefunden und korrigiert hat, sondern daß er auch bei anderen Großmeistern – vor allem Euler – ebenso als Kritiker tiefer in die Materie eingedrungen ist und seiner Zeit weit voraus war. [...] Nach meinem Dafürhalten – und ich hoffe, hier weitere Kollegen zu finden, die ebenso urteilen – ist die Frischbiersche Untersuchung der bisher einzige Kommentar zu Kants naturwissenschaftlichen Opus, der dem überragenden Denker nicht nur Gerechtigkeit widerfahren läßt, sondern auch Kants profunde Kritik an der Wissenschaft seiner Zeit für viele erst lesbar macht.“


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Weiterer Titel des Autors
im Halleschen Verlag

 

Reinhard Frischbier:
Kant und die Mathematik

ISBN-13: 978-3-929 887-30-3
ISBN-10: 3-929 887-30-4; 2001